Rhenus hat am Standort Unna ein neues Transport Management System (TMS) vom Logistiksoftware-Anbieter Translogica in Betrieb genommen. Das System unterstützt zentrale Prozesse von der Auftragserfassung und Disposition bis zur Abrechnung und Sendungsverfolgung und modernisiert damit eine wesentliche technologische Grundlage der Stückgutlogistik.
Neue Basis für digitale Prozesse
Dem Go-live ging eine umfassende Auswahl- und Einführungsphase voraus. Rhenus prüfte das System anhand realer Abläufe aus dem täglichen Betrieb und passte Prozesse sowie organisatorische Strukturen an. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Abläufe künftig stärker zu automatisieren und digital weiterzuentwickeln.
„Das zentrale System einer Spedition im laufenden Betrieb auszutauschen, gleicht einer Operation am offenen Herzen. Gemeinsam mit Translogica ist es uns erfolgreich gelungen, den Übergang zu bewältigen, ohne die Handlungsfähigkeit im operativen Betrieb zu beeinträchtigen“, sagt Franco Labella, Mitglied der Geschäftsleitung der Rhenus Road Freight.
Mehr Transparenz entlang der gesamten Transportkette
Mit dem Technologiewechsel schafft Rhenus eine neue Grundlage für höhere Datenqualität, Transparenz und digitale Vernetzung. Da das TMS nahezu alle operativen Bereiche betrifft, mussten Technologie, Prozesse und Organisation bei der Einführung eng aufeinander abgestimmt werden.
„Ein Projekt dieser Größenordnung ist nicht nur eine technologische Aufgabe. Entscheidend ist, bestehende Abläufe gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Hansjörg Haller, CEO von Translogica. „Unser gemeinsamer Anspruch war nie, einfach nur eine Software einzuführen. Wir wollen Prozesse nachhaltig besser machen. Das Projekt mit Rhenus zeigt sehr gut, was möglich ist, wenn auf beiden Seiten Know-how, Innovationsbereitschaft und gegenseitiges Vertrauen zusammenkommen.“
Seit dem Go-live werden Informationen aus Disposition, Umschlag und Abrechnung auf einer einheitlicheren Datenbasis zusammengeführt und lassen sich leichter verknüpfen. Kunden profitieren von schneller verfügbaren Statusinformationen, detaillierteren Track-and-Trace-Daten und einer einfacheren Anbindung ihrer Systeme.
Grundlage für die Logistik von morgen
Das neue TMS schafft eine einheitlichere Daten- und Prozessbasis und zugleich Voraussetzungen für weitere Automatisierung, datenbasierte Analysen und perspektivisch auch KI-gestützte Anwendungen.
Parallel wird die Einführung am Standort Mönchengladbach vorbereitet. Die im Pilotprojekt entwickelten Prozesse und Standards sollen als Grundlage für mögliche weitere Einführungen innerhalb der Rhenus Gruppe dienen.