Lademeter
Der Lademeter ist eine Maßeinheit im Straßengüterverkehr, mit der der benötigte Platz einer Sendung auf der Ladefläche eines Lkw angegeben wird. Er beschreibt, wie viele laufende Meter der Ladefläche eine Ware in Anspruch nimmt – unabhängig von ihrem Gewicht.
Der Lademeter ist besonders wichtig für die Preisberechnung, Ladeplanung und Auslastung von Fahrzeugen.
Was bedeutet ein Lademeter genau?
Ein Lademeter entspricht:
- 1 Meter Ladeflächenlänge
- über die gesamte Fahrzeugbreite (in der Regel ca. 2,40 m)
Die Höhe der Ladung spielt für den Lademeter keine Rolle, solange sie innerhalb der zulässigen Fahrzeughöhe liegt.
Berechnung von Lademetern
Die Berechnung erfolgt anhand der Stellfläche der Ware auf der Ladefläche:
Formel (vereinfacht):
Stellfläche der Ware (in m²) ÷ Fahrzeugbreite (ca. 2,40 m) = Lademeter
Beispiel aus der Praxis
Eine Sendung besteht aus drei Paletten, die nebeneinander nicht vollständig in eine Reihe passen und zusammen 2,4 m Länge auf der Ladefläche beanspruchen. Diese Sendung entspricht 2,4 Lademetern, auch wenn die Paletten nicht besonders schwer sind.
Wann wird der Lademeter genutzt?
Der Lademeter kommt vor allem zum Einsatz bei:
- Stückgut- und Teilladungsverkehren
- sperrigen oder nicht stapelbaren Gütern
- Transporten, bei denen das Volumen den begrenzenden Faktor darstellt
Er ermöglicht eine faire und transparente Abrechnung des tatsächlich belegten Frachtraums.
Abgrenzung zu Gewicht und Volumen
- Gewicht: relevant bei schweren Sendungen
- Volumen (m³): beschreibt den Rauminhalt
- Lademeter: beschreibt die belegte Ladeflächenlänge
In der Praxis wird häufig der jeweils kostenrelevanteste Faktor herangezogen.
Kurz gesagt:
Der Lademeter gibt an, wie viel Ladeflächenlänge eine Sendung im Lkw belegt, und ist eine zentrale Größe für Ladeplanung und Transportabrechnung.