Sammelgut
Sammelgut bezeichnet in der Logistik Einzelsendungen verschiedener Absender, die für den gemeinsamen Transport gebündelt werden. Die Sendungen sind in der Regel zu klein für eine komplette Lkw-Ladung und werden daher im Sammelgutverkehr zusammengeführt, um Transportkapazitäten effizient zu nutzen.
Sammelgut ist ein zentraler Bestandteil der Stückgutlogistik.
Merkmale von Sammelgut
Typische Eigenschaften von Sammelgut sind:
- mehrere Absender und Empfänger
- kleinere Sendungsgrößen
- Bündelung in Umschlagzentren oder Hubs
- mehrere Umschlag- und Sortierprozesse
Jede Sendung bleibt dabei eindeutig gekennzeichnet und zuordenbar.
Ablauf im Sammelgutverkehr
Der Sammelgutprozess besteht meist aus folgenden Schritten:
- Abholung der Sendungen bei verschiedenen Versendern
- Bündelung im regionalen Depot
- Transport im Hauptlauf zum zentralen Umschlagpunkt
- Sortierung nach Zielregionen
- Zustellung im Nachlauf
Dieser strukturierte Ablauf ermöglicht eine flächendeckende Distribution.
Beispiel aus der Praxis
Mehrere Unternehmen aus einer Region versenden jeweils ein bis zwei Paletten an unterschiedliche Empfänger. Die Spedition sammelt die Sendungen, bündelt sie im Depot und transportiert sie gemeinsam im Hauptlauf weiter – es handelt sich um Sammelgut.
Vorteile von Sammelgut
- wirtschaftlicher Transport kleiner Sendungen
- effiziente Auslastung von Fahrzeugen
- regelmäßige Abfahrten und feste Laufzeiten
Herausforderungen
- längere Laufzeiten durch Umschlag
- erhöhtes Risiko von Beschädigungen
- hoher organisatorischer Aufwand
Abgrenzung zu Teilladung und Komplettladung
- Sammelgut: viele kleine Sendungen verschiedener Absender
- Teilladung: größere Sendung eines Absenders, die keinen ganzen Lkw füllt
- Komplettladung: ein Absender belegt das gesamte Fahrzeug
Kurz gesagt:
Sammelgut sind kleinere Sendungen, die mit anderen Transporten gebündelt werden, um einen wirtschaftlichen Versand zu ermöglichen.